Sauergasentfernung und Schwefelrückgewinnung

Jedes kryogene Verfahren zur Trennung von Gasen erfordert die vorherige Entfernung von H2S, CO2 und COS als typische saure Gasverunreinigungen, damit die Forderung nach sauberen Produkten erfüllt und das Verstopfen von Ausrüstungteilen verhindert wird.

Mit dem bekanntesten Linde-eigenen Waschverfahren RECTISOL® können alle vorstehend genannten sauren Gaskomponenten gleichzeitig in einer Verfahrensstufe entfernt werden. RECTISOL® kommt bei fast allen Projekten mit Öl- und Kohlevergasung zum Einsatz.

RECTISOL® - Anlage für eine Kohlevergasung in Japan

Abhängig vom Anwendungsfall bietet Linde auch andere chemische und physikalische Waschverfahren an, wie MDEA, MEA, DEA, Benfield, Sulfinol, Polar-1, Laugen-, NMP-, Alkazid- und sonstige Wäschen. Aufgrund ihrer Vielzahl und unterschiedlichen Anwendungen können diese Verfahren jedoch im vorliegenden Kontext nicht näher erörtert werden.

Die Gasreinigung mit Waschverfahren führt zur Anreicherung der sauren Gaskomponenten im Regeneriergas der Wäsche. Das CLINSULF® Verfahren ist ein katalytisches Verfahren zur Schwefelrückgewinnung, bei dem der H2S Anteil des Regeneriergases mit Sauerstoff in elementaren Schwefel überführt wird. Das Verfahren nutzt den Linde Isothermreaktor und einen geeigneten Katalysator. CLINSULF® DO (Direktoxidation) und CLINSULF® SDP (Subdewpoint) sind zwei Varianten dieses Verfahrens, das vorzugsweise für Prozessgase nach Aminwäsche, Partialoxidationsanlage, Claus Anlage oder zur Entschefelung von Biogas zum Einsatz kommt.

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