Betriebsprobleme an einer Molsiebstation

Moderne Luftzerlegungsanlagen (LZA) sind zur Luftvorreinigung mit Molsiebadsorbern ausgerüstet. Durch veränderte Betriebsmodi oder Fehlbedienungen bedingt, kann CO2 durchbrechen, welches in der Coldbox, dem Kernstück der Luftzerlegungsanlage zu Betriebsproblemen oder gar zu Sicherheitsrisiken führen kann.

Was passiert in der Anlage?
In dem hier beschriebenen Fall brach Kohlendioxid am Molekularsieb Adsorber durch. Das CO2 fror im Hauptwärmetauscher aus und blockierte die Luftpassagen. Als direkte Folge verminderte sich die für den Prozess essentielle Austauschleistung. Kälteverluste traten auf, was wiederum zu einer geringeren Produktion der LZA führte.

Wie ging der Linde Spezialist vor?
Der Linde Inbetriebnahmespezialist analysierte die Betriebsparameter der Molsiebstation und optimierte diese. Der Inbetriebnehmer fand heraus, dass die Luftpassagen der Hauptwärmetauscher mit gefrorenem Kohlendioxid und Staub aus dem vorgeschalteten Molsieb verlegt war.

Die Wärmetauscher wurden angewärmt und jeder für sich einzeln durch Bersten gereinigt. Nach dem Ausberstvorgang wurden die ursprünglichen Produktionswerte wieder erreicht und der spezifische Energieverbrauch sogar noch verbessert.

3D Modell einer Molsiebadsorber Station
Verlauf der CO2 Konzentration in der Luft nach dem MS Adsorber
Verlauf der Temperaturen bei Ad- und Desorption.

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