Der Erfinder der SCV zur Verdampfung von Flüssiggas und Pionier vieler Anwendungen für kryogene Flüssigkeitsverdampfung, T-Thermal, entwickelte und baute 1965 das erste Tauchverdampfungssystem. Heute sind weltweit mehr als 300 Flüssiggas-Verdampfer von Selas Linde und Selas Fluid zur Grundlast- wie auch Spitzenlastversorgung im Einsatz.
Anwendung
Der Schwerpunkt der Verdampfer von Selas liegt primär bei der Erwärmung bzw. Verdampfung von kryogenen bzw. Tieftemperaturflüssigkeiten. Die Verdampfungssysteme werden vorwiegend für die Verdampfung von Flüssiggasen in Wiederverdampfungsanlagen im Grundlast- und im Spitzenlastbereich verwendet. Daneben sind praktische Erfahrungen der Verdampfung von Sauerstoff, Stickstoff, Ethylen, Ammoniak und Propan vorhanden.
Flüssigerdgas für Grundlast- und Spitzenlastversorgung
Flüssigerdgas, auch kurz LNG (Liquefied Natural Gas) genannt, ist optimal für den Überseetransport zu LNG-Terminals geeignet und kann vor seinem Einsatz in isolierten Tanks gelagert werden. Die Flüssigkeit wird dann vor der Belieferung der Verbraucher erwärmt und in gasförmiges Erdgas umgewandelt. Mit den Verdampfersystemen von Selas wird LNG vor der Einspeisung in Erdgasleitungen verdampft, um so die Anforderungen der Versorgungsbetriebe zu erfüllen. Im Grundlastbereich ist der Betrieb des Verdampfers das primäre Mittel zur LNG-Verdampfung auf kontinuierlicher Basis. In der Regel arbeiten Verdampfer für die Grundlastversorgung zur Verringerung der Emissionen mit einem großen Brenner und erreichen Verdampfungskapazitäten von bis zu 200 t/h. Zudem können SCVs installiert und mit einer gegebenen Warmwasserversorgung entweder unabhängig oder zur Ergänzung der Brennerleistung betrieben werden.
Konstruktionsprinzipien
Der Tauchflammenverdampfer ist ein indirekt befeuerter Wärmetauscher, dessen Brenner und Prozessrohrschlange in einem einzelnen Kessel untergebracht sind. Der Aufbau basiert auf dem Prinzip der Tauchverdampfung, bei der die Verbrennungsprodukte des Brenners in ein Wasserbad geleitet werden, das als Wärmeübertragungsmedium zur Verdampfung des LNG in der Rohrschlange verwendet wird.
Vorteile
- Zuverlässigkeit und Erfahrung:
Seit dem Bau der ersten Anlage 1965 wurden bis heute weltweit mehr als 300 Anlagen bereitgestellt.
- Hoher thermischer Wirkungsgrad:
Durchschnittl. thermischer Wirkungsgrad über 99 %
- Gleichbleibende Temperatur:
Keine Eisbildung auf Rohren
- Schnelle Reaktion:
Schnelles Anfahren und Herunterfahren ohne Prozessstörungen
- Sicherheit:
Kein Übergreifen der Flammen auf LNG-Rohrschlangen
- Wirtschaftlichkeit:
Brennstoffeinsparungen durch hohen thermischen Wirkungsgrad
Einfach in ergänzende Wärmequellen zu integrieren
Referenz
Kunde:
National Grid Grain LNG
Anlagenstandort:
Isle of Grain, Kent, Großbritannien
Kapazität:
LNG-Verdampfungskapazität von 173 t/h
Weitere Informationen:
Ausführung mit Wirkungsgrad > 99 %
Mit integrierter Heißwassernutzung als zusätzliche Wärmequelle.
Arbeitsumfang:
Design, Engineering, Beschaffung mit Überwachung der Errichtung, Inbetriebnahme, Anfahren und Schulung