Je nach dem ausgewählten Verfahren können die Betriebsbedingungen hinsichtlich Temperatur und Druck über einen weiten Bereich verändert werden.
Einsätze von Erdgas über Flüssiggas bis Schwernaphtha.
Die Brenner sind auf geringe Stickstoffoxid- und Geräuschemissionen ausgelegt.
Die Wärmekapazität des heißen Abgases wird, soweit technisch möglich, vollständig zum Vorheizen des Einsatzmaterials und des Kesselspeisewassers sowie zum Erzeugen von Prozessdampf verwendet.
Vollautomatischer Betrieb des Reformerofens erfolgt durch moderne Regelungstechnologie
Die von oben gefeuerte Ausführung minimiert die Gesamtbetriebskosten, da sie Vorteile für den Prozess als auch für die physische Aufstellung bietet.
Vorteile der von oben gefeuerten Ausführung:
Möglichkeit für Modul- oder Ständerbauweise, damit die unterschiedlichen Kosten des Zusammenbaus in der Fertigungshalle gegenüber der Errichtung vor Ort optimal ausgenutzt werden können
Kompakte Feuerkammer mit weniger Brennern im Verhältnis zur Anzahl der Rohre. Durch die kleinere Oberfläche je Volumeneinheit im Vergleich zu seitenwandbefeuerten Reformern werden der Wärmeverlust minimiert und die Bauzeit verkürzt.
Einheitliche Ebene der Brenner sorgt für einfachen Zugang und einfache Verbrennungsregelung.
- Möglichkeit einer horizontal oder vertikal angebrachten Wärmerückgewinnung je nach Platzbedarf
- Maximaler Wirkungsgrad der Umsetzung durch Einbringung der höchsten Wärmestromdichte am Ort des höchsten Wärmebedarfs der endothermischen Reaktion (das obere Drittel der Länge des Katalysatorrohrs)
Die Optimierung des Reformers mit Abwärmerückgewinnung kann individuell auf verschiedene Baugegebenheiten und für unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich der Einsatzmaterialien, der Brennstoffe und des Dampfs angepasst werden. Beim Entwurf anhand von computergestützter Strömungsdynamik (CFD) und 3D-Planungsprogrammen werden die Prozessauslegung und die bauliche Gestaltung einbezogen.
Mit der Übernahme von Selas im Jahr 1982 wurde die Linde AG zum bis heute einzigen Wasserstoffhersteller, der sowohl über Reformer- als auch über alle relevanten Reinigungstechnologien verfügt. Damit sind optimal integrierte Prozesse in der gesamten Wasserstoffanlage von der Vorbehandlung des Einsatzmaterials bis hin zur Reinigung gewährleistet.
Selas entwickelt und baut sowohl den Reformer als auch die Wärmerückgewinnung, welche in Wasserstoffanlagen integriert werden kann.
Referenz
Wasserstoffanlage unter Verwendung der Selas-Linde-Reformertechnologie mit Deckenfeuerung
Kunde:
Linde AG, Werksgruppe Technische Gase
Standort:
Milazzo/Italien
Verfahren:
Linde-H2-Verfahren basierend auf Dampfreformierung und Reinigung durch DWA
Einsatz:
Raffinerieabgas, Flüssiggas und Naphtha
Kapazität:
53.000 Nm³/h reinen Wasserstoffs
Leistungsumfang:
Engineering, Beschaffung, Montage und Inbetriebnahme