1879:

Gründung der "Gesellschaft für Linde´s Eisma-schinen AG"

Bis zur Gründung seines Unternehmens hatte Carl Linde bereits 20 Kälteanlagen in Europa ausgeliefert. Schließlich beschloss er, seine gesicherte Position als Hochschullehrer aufzugeben und sich ganz der Vermarktung und technischen Weiterentwicklung seiner Kältemaschinen zu widmen.

 
Carl Linde (1872)   Carl von Linde (1925)

Gemeinsam mit Karl Lang, dem technischen Berater und Aufsichtsrat mehrerer rheinischer Brauereien, dem Bankier Moritz von Hirsch, der den größten Teil des Kapitals einbrachte, und Gustav Jung, dem Besitzer der Mainzer Aktienbrauerei, gründete Linde im Mai 1879 die "Gesellschaft für Linde´s Eismaschinen AG". Da Jungs Brauerei in Mainz stand und in der Region noch etliche weitere Brauereien als potentielle Kunden für Lindes Kälteanlagen ansässig waren, wurde Wiesbaden als Firmensitz gewählt. Das junge Unternehmen startete mit geringem Kapital und bestand nur aus Linde als Vorstand und einem Zeichner.

Linde fertigte nicht selbst, sondern lies in Lizenz bauen. Dadurch war das Unter-nehmen schnell wachstumsfähig, als es bald international zum bedeutendsten Anbieter von Kältetechnik wurde. Früh vergab Linde auch Lizenzen an ausländische Partner in Frankreich, Großbritannien, Belgien, Niederlande, Österreich-Ungarn und den USA.

Ab 1900 baute die Werksgruppe "Tieftemperatur- und Verfahrenstechnik" in Höllriegelskreuth bei München, heute "Linde Engineering", selbst verfahrens-technische Anlagen. Nach 50 Jahren hatte das Unternehmen 6599 Großkälte-maschinen in 17 Länder und Regionen der Welt verkauft, darunter Argentinien, China, Japan, Russland und Zentralamerika.

1965 wurde der inzwischen altbacken klingende Name "Gesellschaft für Linde´s Eismaschinen AG" in "Linde AG" geändert.

Seit dem Zusammenschluss von Linde und BOC 2006 trägt der Konzern den Namen "The Linde Group".

 

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