Zum guten Gelingen des Projekts trug zudem die exakte Planung und das bestmögliche Eintakten der einzelnen Arbeitsschritte bei. Beispielsweise hatte das Linde Engineering-Team lediglich sechs Stunden Zeit für die Einbindearbeiten. Während dieses Schlüsselschritts wurden die beiden neuen Verdichter an das bestehende Rohrleitungsnetz angekoppelt. „Wir sind mit unseren Arbeiten sogar in eine Produktions-Hochphase des Stahlwerks reingeraten“, erklärt Kelbch. „Wir hatten nur ein enges Zeitfenster, um sichere Arbeitsbedingungen herzustellen und alle Arbeiten termingerecht und innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters abzuschließen.“ Das bedeutete konkret: Die Bestandsleitung wurde isoliert und die neue Einbindung mit einem Kran eingesetzt und angeschweißt. Dann mussten die verbundenen Rohrleitungen gereinigt und verschiedenen Prüfungen unterzogen werden, bevor die Freigabe zur Inbetriebnahme erfolgen konnte.
Dass das Projekt insgesamt vorbildlich über die Bühne ging, darüber ist man sich sowohl bei Linde Gas als auch bei Linde Engineering mehr als einig. „Wir hatten einen idealen Partner, der bei den Modernisierungsarbeiten sehr flexibel agiert hat. Der Störeinfluss auf den laufenden Betrieb war minimal – und wir konnten voestalpine immer verlässlich mit Sauerstoff beliefern“, sagt Linde Gas-Experte Suchanek. „Das optimale Zusammenwirken beider Teams war der Schlüssel zum Erfolg“, ergänzt sein Engineering-Kollege Kelbch. „Es hat sich wieder gezeigt, dass jeder Revamp einzigartig ist und es sich am Ende auszahlt, aktiv zuzuhören und auf Bedürfnisse der Kunden und Partner im Vorfeld einzugehen.“
Seit dem 1. Mai 2019 sind die beiden neuen Verdichter für Linde Gas auf dem voestalpine-Gelände in Linz in Betrieb und stellen komprimierten Sauerstoff für die Stahlerzeugung bereit.