Wasserbadverdampfer sind spezielle spiralgewickelte Wärmeaustauscher. Sie werden in petrochemischen und kryotechnischen Anlagen eingesetzt, um verflüssigte Gase wie Sauerstoff, Stickstoff, Argon, Ethylen, Propylen und Erdgas zu verdampfen. Dies geschieht in einem Lastbereich von circa. 500 bis 195.000 Nm³/h. Bis zu drei unterschiedliche Flüssiggasströme können in einem Apparat bearbeitet werden.
Jeder Apparat beinhaltet einen runden Wasserbehälter mit einem Überlaufstutzen, in dem das gewickelte Rohrbündel eingetaucht ist. Aufgeheizt wird das Wasserbad durch Dampflanzen, die den Dampf direkt in das Wasser eindüsen. Die Dampfzuspeisung wird mittels Temperaturregler angepasst. Im Stand-By-Betrieb wird die Wassertemperatur mit einer kleinen Dampflanze auf 60 °C gehalten. Die Wasserzirkulation wird durch den thermischen Umschwung des Wasserbads erreicht. Auf diese Weise erreicht das System innerhalb von zwei Minuten die volle Kapazität.
Die Rohre sind in eine Ringleitung geschweißt, die als Flüssigkeitsverteiler und Gassammler zugleich dient. Durch die optimale Anordnung in axialer und radialer Richtung ist ein ungehinderter Wasserfluss sichergestellt. Das Design des gewickelten Rohrbündels reduziert die Materialbelastung und erlaubt schnelle Last- und Temperaturwechsel. Die Bündel lassen sich entfernen und ermöglichen so eine einfache Reinigung und Inspektion.
Dank unserer optimierten Dampfeindüsung können Dampfschläge und Erosion vermieden und Geräuschemissionen minimiert werden.
Für eine schnellere Verfügbarkeit (weniger als zehn Sekunden) können zusätzliche Umwälzpumpen installiert werden. Auf Nachfrage können wir auch eine alternative Beheizung, z. B. durch Warmwasser, elektrische Heizkörper oder Kombinationen dieser Wärmequellen, zur Verfügung stellen.