Bei der Ammoniaksynthese kommt Synthesegas zum Einsatz, das bei der Dampfreformierung von Erdgas (als Einsatzstoff) produziert wird. Diese Reaktion erzeugt allerdings auch andere Gase, die nicht zur Ammoniakreaktion beitragen. Diese Gase müssen regelmäßig aus dem Synthesekreislauf entfernt werden. Normalerweise werden sie als Brenngas in die Reformeröfen zurückgespeist.
Purgegase bestehen typischerweise aus rund 60 % Wasserstoff, 20 % Stickstoff, 5 % Argon, 10 % Methan und 4 % Ammoniak in unterschiedlichen Konzentrationen, je nachdem welcher Prozess in der Ammoniakanlage zum Einsatz kommt. Aus finanzieller Sicht ist es nicht sinnvoll, diese Purgegase zu verbrennen, sondern wertvolle Bestandteile wie Ammoniak, Wasserstoff, Stickstoff und Argon daraus zu gewinnen.