Das gewünschte H2/CO-Verhältnis kann mittels CO-Konvertierung oder H2/CO-Trennung eingestellt werden. Linde-Anlagen liefern Synthesegas mit einem H2/CO-Verhältnis ab 1,6 und einer Kapazität von 1.000 Nm³/h bis über 100.000 Nm³/h.
Synthesegas wird zur Herstellung von Oxoalkoholen, Methanol oder synthetischem Treibstoff (Fischer-Tropsch-Produkten) verwendet.
Verfahren
Die Rohstoffe Erdgas, Flüssiggas und Naphtha werden überwiegend mittels der katalytischen Dampfreformierung in ein Rohsynthesegas bestehend aus Wasserstoff (H2) und Kohlenmonoxid (CO) umgesetzt. Dieses wird je nach den gewünschten Endprodukten weiterverarbeitet. Im Falle von reinem Wasserstoff als Hauptprodukt beinhaltet das Verfahren z.B. die katalytische Konvertierung des CO und eine Druckwechseladsorptionsanlage, in der alle Verunreinigungen in einem Zug entfernt werden.
Schwere Einsatzstoffe von Rückstandsöl bis Asphalt und auch Kohle werden in einer nichtkatalytischen partiellen Oxidation mit Sauerstoff teilverbrannt, um ein Rohgas zu erzeugen, das zu verkaufsfähigen Produkten weiterverarbeitet wird. Hierbei werden Verfahrensstufen wie die CO-Konvertierung, Sauergasentfernung mittels RECTISOL®-Wäsche und Membrantrennung von H2 und CO angewendet.
Bei Anlagen zur Reinigung von Wasserstoff und Kohlenmonoxid kommen chemische und physikalische Wäschen zur Entfernung des Kohlendioxids sowie Tieftemperaturverfahren zur Produktreinigung mit nachgeschalteter Druckwechseladsorptionsanlage zur Gewinnung hochreinen Wasserstoffes zur Anwendung.