Bei linearen Alpha-Olefinen (LAO) handelt es sich um Alkene mit einer endständigen Doppelbindung zwischen dem ersten und dritten Kohlenstoffatom. Diese Doppelbindung bestimmt die chemischen Eigenschaften und kann sämtliche Olefin-Reaktionen, wie z. B. Polymerisation oder Additionsmetathese eingehen.
LAO werden hauptsächlich als Comonomere bei der Polyethylenherstellung verwendet. Dabei wird das Comonomer in eine Polyethylenkette eingesetzt, um deren Eigenschaften zu verändern. Außerdem kommen LAO als Vorläufersubstanzen für Detergentien, synthetische Schmiermittel, Weichmacher und als Copolymere zum Einsatz.
LAO werden durch die Oligomerisierung von Ethylen gewonnen. Mithilfe verschiedener Prozesse kann ein LAO-Gemisch (Full-Range-Prozesse) mit unterschiedlichen Alken-Kettenlängen oder ein einzelnes LAO (On-Purpose-Prozesse) hergestellt werden. Darüber hinaus werden LAO als Nebenprodukt bei der Fischer-Tropsch-Synthese produziert und lassen sich durch Fraktionierung in Einzelkomponenten zerlegen.