Bei Steamcrackern handelt es sich um große und hochkomplexe Einheiten, die eine zentrale Funktion in Petrochemieanlagen einnehmen. Sie produzieren die wichtigen Grundbausteine Ethylen, Propylen, Butadien, Aromaten und Acetylen. Unter Dampf und bei Temperaturen von 800 bis 860 °C werden kohlenwasserstoffhaltige Einsatzstoffe aufgespalten. Das daraus resultierende Spaltgas wird – entsprechend den Spezifikationen für nachgeschaltete Prozesse – in wertvolle Produkte wie Ethylen, Propylen, Acetylen, Butadien, Pyrolysebenzin und BTX zerlegt.
Die Steamcracking-Technologie ist vor über 50 Jahren entstanden. Seitdem wurde sie kontinuierlich weiterentwickelt und entsprechend den heutigen ökonomischen und ökologischen Anforderungen optimiert. Linde Engineering ist einer der wenigen Technologieanbieter, die in der Lage sind, T-EPC (Technologie, Engineering, Beschaffung und Errichtung)-Services für Ethylenanlagen bereitzustellen. Bisher hat das Unternehmen über 60 Anlagen weltweit gebaut.
Moderne Steamcracker können jährlich bis zu 1,5 Millionen Tonnen Ethylen und 600.000 Tonnen Polypropylen produzieren. Die Anlagen haben einen Leistungsbereich von über 800 MW und umfassen Prozessstufen für Cracken, Quenchen, Kompression, Wäsche, Hydrierung, Kondensation und kryogene Fraktionierung in über 300 einzelnen Einheiten, die bei Temperaturen von 1.100 bis -100 °C betrieben werden.
Moderne Cracker verwenden die neuesten Technologien zur Emissionsverringerung wie z. B. LoNOx-Brenner und DeNOx-Katalysatorsysteme.