Die Trennsektion eines Crackers beginnt mit dem heißen Teil der Anlage, wo das Spaltgas gequencht und heruntergekühlt wird und schwere Fraktionen kondensiert und abgetrennt werden. Anschließend wird der Prozessdampf kondensiert und entfernt. Das Spaltgas wird getrocknet, bevor es dem Kompressionsteil zugeführt wird. Die Kompression erfolgt normalerweise in vier bis fünf Stufen bis ein Druck von ca. 36 bar erreicht ist.
Aus dem komprimierten Spaltgas werden die C2minus-Fraktion, die dem kalten Teil zur weiteren Zerlegung zugeführt wird, und die C3plus-Fraktion abgetrennt. Die C2minus- und C3plus-Fraktionen werden nacheinander in die gewünschten Produkte zerlegt. Die dabei entstehenden unerwünschten Verunreinigungen wie Acetylen und Methylacetylen/Propadien werden zu Ethylen und Propylen hydriert. Um die Marktanforderungen zu erfüllen, ist auch für Pyrolysebenzin eine Hydrierung erforderlich.
Einige Fraktionen (z. B. Ethan, Propan und Butan/Buten) werden zu den Öfen zurückgefahren, um die Gesamtausbeute zu verbessern.
Bei der Trennsektion einer Olefinanlage handelt es sich um eine hochkomplexe hinsichtlich Investitionskosten und Energieverbrauch optimierte Prozesssequenz. Die genaue Konfiguration hängt vom Einsatzstoff und den Produkten der jeweiligen Projekte ab.
Linde Engineering bietet erstklassige Steamcracking- und Ethylenabscheidungstechnologie, die speziell auf Kunden in aller Welt zugeschnitten ist.